«Schwarz und Weiss» für spannende Effekte

Die Polarität Schwarz und Weiss eignet sich für moderne, elegante Farbschemata. Kombiniert mit unterschiedlichen Materialien und Strukturen werden spannende Effekte erzielt.

Als Basis arbeiten mit „Nichtfarben“

An die sogenannten «Nichtfarben» Schwarz und Weiss denken wir nicht unmittelbar, wenn wir an Farbe denken. Aber durch das nuancenreiche Wechselspiel von Licht und Finsternis, von hell und dunkel haben sie grossen Einfluss auf unser Empfinden und spannende Effekte können erzielt werden.

Nichtfarben heben gekonnt die Besonderheiten eines Raumes und seiner Architektur hervor und verkörpern innere Werte: Weiss symbolisiert Klarheit und Reinheit, Schwarz ist Geheimnisvoll und Verborgen. Sie wirken zeitlos und elegant. Man sieht sich daran nicht so schnell satt, wie an Modetönen. Und die beiden «Nichtfarben» sind eine tolle Basis für Experimente.

Die Einzelfarbe Schwarz

Gekonnt eingesetzt, gibt Schwarz als Ergänzungsfarbe dem Raum Charakter. Es nimmt die Nebenfarbe auf und lässt andere Farben besonders leuchten und intensiver erscheinen. Schwarz wird eingesetzt, um Energien anzuziehen ohne selbst Energie abzugeben. Aber ein Raum bekommt durch Schwarz auch markante Linien, die an Holzschnitte erinnern. Warum nicht die Wand hinter dem Bildschirm in Schwarz gestalten und den sonst so markanten TV so „unsichtbar“ machen?

Warum nicht Dunkelgrau?

Dunkelgrau, fast schwarze Wände wirken weder bedrohlich noch trist, im Gegenteil. Sie verleihen jedem Raum Klasse, Extravaganz und ein Hauch Geheimnis. Kombiniert man sie mit unterschiedlichen Texturen, hellem Grau, Holz und/oder ein paar Farben, beginnen sie zu leben. Besonders gut macht sich eine solche Farbwahl übrigens in Nordzimmern. Sie sind von Natur aus dunkel – daran würden auch weisse Wände nicht wirklich etwas ändern. Also machen Sie die Not zur Tugend und trauen Sie sich ans Dunkelgrau!

Weiss ist die Absenz aller Farben

Es wirkt kühl, rein, edel und weitet den Raum optisch am meisten. Eckhart Heimendahl beschreibt Weiss als «die Farbe, die kein Gesicht zeigt, aber dafür bereit ist, sich allem hinzugeben und keine Macht zu beanspruchen». Aber natürlich gibt es auch bei Weiss zahlreiche Variationen. Erst das subtile Spiel der Tonabstufungen, eingesetzter Oberflächen, Materialien und Strukturen, macht den Raum lebendig. Fügt man verschiedene Weisstöne zusammen, erzeugen sie eine ruhige Gesamtstimmung, die harmonisierend und vereinigend wirkt. Einzige Vorsicht ist bei gelblichem Weiss geboten, denn es wirkt rasch vergilbt und schmutzig.

Die Kombination eines «Schwarz/Weiss»-Bildes

Eine grosse Wirkung erzielt man durch ein «Schwarz/Weiss»-Bild, wenn es durch einen warmen, weissen Farbton im Hintergrund stärker betont wird. Ist der Boden zudem dunkel gewählt und die Decke erstrahlt in einem helleren Weiss, bildet alles zusammen eine harmonische Einheit. Der Raum wirkt als Ganzes ausgeglichen und vermittelt zeitlosen Charakter.

Harmonie durch unterschiedliche Materialien

Sind weiss und schwarz die vorherrschenden Töne im Zuhause, tut man gut daran, die zeitlose Kombination durch natürliche, warme Materialien wie Kuhfelle, Leder, Körbe oder schlichte Holzmöbel zu brechen. Softe Farbkleckse in Taupe oder maritime Nuancen lockern gezielt auf. Aber auch Gelb, Orange oder Türkis wirken als Eyecatcher. Wussten Sie, dass «Schwarz-Weiss»-Akzente der Farbigkeit im Raum ihre Bissigkeit nimmt?

Gut eignen tut sich «Schwarz-Weiss» in Räumen, wo bereits viel los ist. Dies kann beispielsweise im Flur, Arbeitszimmer oder der Küche sein. Schöne Gestaltungen sind aber auch im Bad möglich. Zudem funktioniert ein bewusster Mustermix in kaum einer Farbgebung so gut, wie mit «Schwarz-Weiss».

Besteht ihre Einrichtung aus Schwarz und Weiss? Haben Sie noch Fragen zur Kombination mit Wandfarben? Sibylle Nussbaumer steht Ihnen gerne zur Verfügung und hilft bei der Auswahl der passenden Wandfarben weiter.

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